Bilder für einen Flügelaltar aus dem Kuhstall, Rheinische Post v. 20.05.2006, Auszug

Sein gerade mal 14 Quadratmeter großes Atelier verrät nichts davon, dass hier das große Altarbild für die Dülkener Kirche St. Cornelius entstanden ist. "Um Platz zu schaffen, habe ich die Kommode rausgestellt", erklärt Wolfgang Franken, denn sonst hätte das drei mal zwei Meter große Werk in dem Kuhstall einer ehemaligen Bauernkate nicht entstehen können. ...
Sechs Wochen hat der Rheindahlener Künstler an dem Triptychon gearbeitet. In leuchtendem Orange zeigt es die Szene von Emmaus, bei der dem Jünger Kleopas und seinem Begleiter der auferstandene Jesus begegnet. ...
"Das Thema Begegnung und Erkennen ist nicht nur am Ostermontag aktuell", sagt Wolfgang Franken. "Immer wieder müssen wir uns die Frage stellen, ob wir die Zeichen, die uns gesetzt werden, erkennen." ...Während die Figur Jesus kein Gesicht hat, bestehen die Gesichter der Jünger aus je einem einzigen Auge. "Das geht auf die Tradition der koptischen Ikonen zurück, die immer wieder übergroße Augen haben", erklärt Wolfgang Franken. (D)er...habe das Thema aufgegriffen, um von dem alles sehenden Auge Gottes, das gerne für solche Bilder genutzt wird, wegzukommen. "Gott hat es nicht nötig, uns ständig zu beäugen", meint der Maler. Dagegen sollten die Menschen genauer hinsehen. ...
Das Triptychon ist auf Holz gemalt, das in besonderer Weise zugeschnitten ist: Die Ränder sind ungleichmäßig, als ob die Platten aus einem Stück herausgerissen wurden. "Am liebsten hätte ich es auf altem Holz gemalt, weil es eine Vergangenheit hat. Aber in der Größe war das nicht möglich", bedauert Franken.
Und die Farbe? Warum wurde das leuchtende Orange gewählt? "Die Dülkener Kirche St. Cornelius ist so kahl. Die Wand, auf der das Bild hängt, ist roher Stein. Weit und breit ist da nichts. Das schreit förmlich nach Farbe", findet Wolfgang Franken. Und fand Abhilfe in seinem Atelier.

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