Dialog mit dem Göttlichen, Christlicher Digest, 11/2006, Auszug

Er ist immer noch ein Suchender, obwohl er schon so viel gefunden hat: der Künstler Wolfgang Franken.
"Sakrale Kunst" würde man sagen. Doch so einfach macht es sich der 58-jährige nicht. "Das ist vielschichtiger."...Der Autodidakt...hat Kirchenfenster geschaffen, klar und eindeutig in der Aussage. Aber auch Collagen, auf denen sich biblische Figuren auflösen, in Schemen verwandeln, von anderen Objekten überdeckt werden....Geprägt habe ihn der jüdische Philosoph Martin Buber mit seinem "dialogischen Prinzip"...Diese Auseinandersetzung "mit allen Dingen der Welt und des Glaubens" ist für ihn ein kreativer Prozess - bis ins ganz profane Detail: Da erhielt er eines Tages an einer "Pommesbude" statt des üblichen Plastikbestecks einen kleinen Holzlöffel als "Zugabe". Heute hat er hunderte davon mit christlichen Motiven bemalt und passenden Texten beschriftet. Thema: "Geistige Nahrung". Wolfgang Franken: "Schmeckt besser als jede Currywurst..."...
Seine Werke sollen all das verdeutlichen, was ihm wichtig ist. Zum Beispiel die Erinnerung an Edith Stein. Sie war eine der ersten Laien-Theologinnen und wurde in Auschwitz ermordet. Ein Tryptichon erzählt ihre Geschichte. Viele Arbeiten...umspannen Zyklen. Da gibt es zum Beispiel einen um das Buch Hiob, um den vom Schicksal geschlagenen Mann, dessen Namen wir allenfalls vom Begriff Hiobsbotschaft noch kennen. Oder einen zu Dantes "Göttlicher Komödie". Neu sind Ton-Gips-Arbeiten zum Thema "Ihr seid ein Irdenes Gefäß". Und Wolfgang Franken denkt auch schon ans Jenseits. Er arbeitet an der Konzeption einer Totenhalle, die einen Eingang hat, deren Ausgang aber ganz woanders liegt...
Übrigens: die ersten Motive, die Wolfgang Franken malte, waren Blumen und Bäume. Es war die Natur. Sie gab ihm erste Impulse. Und die Erkenntnis: Alles Geschaffene ist etwas Göttliches!"

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