Der Moment des Erkennens, Rheinische Post Viersen v. 20.05.2006, Auszug

"Brannte uns nicht das Herz als wir ihn sahen?", fragten sich die Jünger von Emmaus, als sie den auferstandenen Christus am Brotbrechen erkannten. Der Künstler erklärt die Aussage seines Tryptichons und bietet nach dem Gottesdienst das Gespräch an.
Im künstlerischen Werk wie im Handeln ist Wolfgang Franken der Dialog wichtig. Die dreiteilige Bildtafel steht bereits auf stählernen Füßen hinter dem Altar im geringen Abstand zur rückwärtigen Wand. Noch sind die Seitenflügel zugeklappt und zeigen in einem lichtdurchwirkten Ambiente das "himmlische Jerusalem" als Zelt Gottes mit kräftigen, verlässlichen Säulen. Werden die Flügel geöffnet, so geben sie den Blick frei auf das Emmaus-Bild, flankiert von einer abstrahierten Darstellung der Dornenkrone (Symbol des Erlösungsweges) und der Lebenskrone (Symbol der Auferstehung)....
Franken, der sich seit 30 Jahren der sakralen Kunst widmet, lässt sich stilistisch von der koptischen Maltradition inspirieren. Denn "die koptischen Texte treffen ins Herz". ... Wolfgang Franken reduziert auf das Wesentliche, "so kann sich jeder selbst hinein sehen" in die Menschen neben Christus. Diese Reduktion ist zugleich Mahnung, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. ...

Kontakt

Hilderather Str. 12

41179 Mönchengladbach

Tel: +49 (0) 2161 580049

Mail: info [at] wolfgang-franken.de